28.08.2019

JVBB-Lokaltermin

Im Untergrund

20 Teilnehmer stiegen am Montag in den Untergrund vor dem Hauptbahnhof, um die unterirdischen Konstruktionen für die Strecke der neuen S21 zu erleben.

 

20 Teilnehmer des JVBB-Lokaltermins bei der Deutschen Bahn stiegen am Montag (26.8.) mit Warnwesten, Helmen und Gummistiefeln ausgestattet  in den Untergrund vor dem Hauptbahnhof, um die unterirdischen Konstruktionen für die Strecke der neuen S21, der sogenannten „City S-Bahn“ zu erleben.

 

Kaum einer ahnte, was sich unterhalb der Berliner Stadtoberfläche alles an Verkehrs- und Versorgungswegen durchgräbt, sich unter- und überquert, in eleganten Kurven mit Neigungen und Gefällen anderen Verkehrswegen ausweicht und sogar das Betonfundament bildet für das 15geschossige Hochhaus, das die CA-Immobiliengruppe zwischen Hauptbahnhof und Humboldt-Hafen draufstellen will.

 

Auf Einladung des DB-Konzernbevollmächtigten für die Hauptstadt, Alexander Kaczmarek, und des Projektleiters S21, Thomas Rüffer,  konnten die Teilnehmer erfahren, mit welcher Bau-HighTech die Tunnel und Brückenbauwerke entstehen, über die ab 2020 die ersten Züge rollen sollen – zunächst auf der nördlichen Teilstrecke vom Hauptbahnhof Richtung Gesundbrunnen. Im zweiten Bauabschnitt geht man ebenfalls unterirdisch die südliche Streckenführung bis zum Potsdamer Platz an und – oberirdisch - weiter zum Gleisdreieck.

 

Spannend für die Entwicklung der Stadt wird die geplante nördliche Anbindung der bestehenden, aber maroden und seit Jahrzehnten nicht genutzten „Siemensbahn“ an das S21-Projekt. Wenn die ersten Wissenschaftler und Bewohner des beschlossenen „Siemens Campus“-Quartiers eingezogen sind, sollen sie über die neue Strecke in 40 Minuten am Flughafen BER sein. Und vielleicht auch die erhofften vielen neuen Bewohner der „Wasserstadt“ in Spandau, zu denen die Siemensbahn verlängert werden soll. Zukunftsmusik….

 

Text: Dieter Zurstraßen